/dev/random
Nach den Reiseberichten und dem Artikel über neues digitales Spielzeug ist es nochmal an der Zeit für einen Artikel der “All Time Classics” Kategorie. Somit gibt es in diesem Beitrag ein paar Schnulzen aus den 80er & 90er Jahren, die sich während dieser Zeit in meinem Gehörgang festgefahren haben. Ich lege das einfach mal kategorisch unter “Bildungsauftrag” in der digitalen Zeitkapsel ab (Bitte nicht klagen, Apple ^^).
Einige der sehr frühen Titel aus den 80ern durfte ich insbesondere dank meiner älteren Schwester quasi live miterleben. Bevor ich ihre wertvollen MixTapes, die sie damals meist von ihren Freunden geschenkt bekommen hat, entwendet ausgeliehen und mit Hörspielen überspielt habe, hab ich dann doch öfters mal rein gehört und ja, ich habe mit dem Tesafilmtrick auch einige Ihrer Kaufkassetten als Sicherungsmedium genutzt
Viel Spaß mit dieser Liste.
80′s
90′s
Mit Blick auf die Uhr, es war 05:30 Uhr, hielt ich mich im Hintergrund der Sala auf und beobachtete wie die Mönche schweigend ihre nach Hierarchie geordneten Plätze vor dem Almosengang (Tak Bat) vorbereiteten. Überschwängliche Begrüßungen waren nicht an der Tagesordnung und wurden durch ein freundliches Lächeln und ein wohlwollendes Nicken ersetzt. Die Bettelschale (Bat) wurde samt Ihrem Fuß vor einem, mit Hilfe einer Naht in Richtung Buddha Statue ausgerichtetem, quadratischen Sitztuch an dessen rechter Ecke platziert. Ich beobachtete wie die Mönche an der linken Seite ihres Tuches entgegen des Uhrzeigersinns je eine gereinigte Spuckschale, ein gefaltetes Essenstuch, ein kleines Reinigungstuch, sowie die im Vorfeld mit Wasser gefüllte Teekanne samt Trinkbecher platzierten und millimetergenau ausrichteten. Die Vorbereitungen abschließend, öffneten sie den Sicherungsknoten, der die Bettelschale auf Ihrem Sockel (Tao Bat) hält, gossen etwas mitgebrachtes Wasser aus der Teekanne in die Schale, um das wichtige Utensils vor dem Antritt des Almosengangs erneut auszuspülen. Nachdem das zur Säuberung verwendete Wasser in die Spuckschale geschüttet wurde, legten die Mönche Ihre Wanderrobe (Jiwon) an, bereiteten den Platz des Abts mit großer Sorgfalt vor und begaben sich auf den Weg in die angrenzenden Dörfer.
Es regnete an diesem Morgen in Strömen. Im Gegensatz zu den Mönchen besaß ich noch keinen Regenschirm, sondern nur die mir am Vortag ausgehändigten weißen Kleider eines Anwärters (Nak). Meine mir zugewiesenen Roben durfte ich noch nicht anlegen, da meine richtige Ordinierung erst noch ausstand. Pünktlich um 6 Uhr machten sich die ersten Mönche in einer scheinbar bestimmten Reihenfolge in kleinen Gruppen, teilweise aber auch alleine, auf ihren Almosengang in die umliegenden Dörfer. Da niemand mit mir sprach, was ohne Dolmetscher sowieso wenig Sinn gemacht hätte, und ich keine genauen Anweisungen für den heutigen Tagesablauf erhalten hatte, beschloss ich mich einer kleinen Gruppe beobachtend anzuschließen. Ich tat es meinen Vorbildern nach, entledigte mich meiner Latschen und begab mich mit Respekt gebührendem Abstand auf den Barfußmarsch in Richtung Dorf. Ab und an drehte sich einer der Mönche schweigend um und deutete mir an umzukehren, was ich auf den Dauerregen bezog. Ich schüttelte freundlich mit dem Kopf, zeigte in Richtung mit Regenwolken verhangenem Himmel und deutete mit einer abwärts winkenden Hand ein “Macht mir nichts aus” an.
Während der ersten Kilometer verlief der Weg über eine asphaltierte, in den Dschungel gefräste Straße. Die Grenzen zwischen Natur und von Menschenhand geschaffenem waren bei diesem Wetter sprichwörtlich fließend. Kleine, durch den Monsunregen entstandene Bäche flossen am Rand der leicht abschüssigen Straße in den Dschungel und ließen dabei unterspültes Wurzelwerk in kleinen Gräben zurück. Das ungewohnte, teils sehr schmerzvolle Gefühl von Rollsplitt unter meinen vom Regenwetter angefeuchteten Fußsohlen lehrte mich Ausschau nach größeren Ansammlungen von Steinen auf dem vor mir liegendem Weg zu halten. Da ein Slalom laufender Mönch sicherlich eine gewisse Aussenwirkung hinterlassen würde, probierte ich diverse Geh- und Abrolltechniken aus und versuchte zeitgleich mit jedem Fußtritt ein paar der unfreiwillig mitgenommenen Kiesel abzustreifen.
Je weiter wir uns von der Tempelanlage in Richtung der Dörfer entfernten, desto stärker lichtete sich der Dschungel. Wo sich einst dicht wuchernde Vegetation befunden haben musste, waren nun Nutzfelder soweit das Auge reichte. Jeder freie Quadratmeter wurde von den Bewohnern dieser Region für Reisfelder, Maniokplantagen und Gummibaumhaine bis nah an die Grenzen der Anlage hin genutzt. Ich stellte mir vor, wie es hier wohl noch vor einigen Jahrzehnten ausgesehen haben musste und erkannte, dass es ohne Tempel sicherlich keinen Dschungel mehr in dieser Region geben würde. Die von den Witterungsverhältnissen stark beanspruchte Asphaltierung der Straße fehlte etappenweise vollständig. An Stelle des schwarzen Belags trat die für diese Region typische, karminrote Erde in Erscheinung, was meinen Fußsohlen zwar eine angenehme und insbesondere bei dieser Wetterlage kühlende Abwechslung verschaffte, zeitgleich aber auch neue Probleme aufbrachte.
Der sonst knochentrockene und staubige Untergrund hatte sich in eine rutschige Oberfläche verwandelt. Ich versuchte mich durch Beobachtung der Gangart der vor mir laufenden Mönche an die neuen Gegebenheiten anzupassen und nahm mir vor das mit den Augen erlernte noch vor dem Erreichen des Dorfeingangs zu adaptieren. Hilfestellung bei der Umsetzung gaben mir die im Schlamm hinterlassenen Fußabdrücke meiner Anführer, dank derer ich unbeschadet und somit auch sauber, jedoch mit reichlich durchnässter Kleidung das Dorf erreichte. Die drei Mönche meiner Gruppe, von denen der rangniedrigste zusätzlich die Bettelschale (Bat) des Abts mitgenommen hatte, blieben vor dem Eingang des ersten Grundstücks stehen. Ich wartete vor einer kleinen, aus Holzresten gebauten Brücke, welche die Hauptstraße über einen etwa anderthalb Meter tiefen und doppelt so breiten Kanal mit dem Grundstück verband. Die unterschiedlich großen Planken der Brücke hatten schon bessere Tage gesehen und wirkten alles andere als vertrauenerweckend. Die nur mit viel Mut erreichbare Holzhütte stand landestypisch auf einigen Holzsäulen. Während sich das Leben der Besitzer meist nur zur Schlafenszeit innerhalb der Hütte abspielt, wird ein Großteil des Tages unter dem Schatten spendenden Konstrukt verbracht. Ich vernahm ein lautes Knarzen, welches ich einem Lautsprecher, der an der Spitze einen Stromastems thronte, zuordnen konnte.
Es erklang die Stimme des Dorfsprechers, dessen vollständige Begrüßungsformel und Erzählungen ich nur grob über ein paar verstandene Brocken erraten konnte. Die aufgeschnappten Worte “Luang Por” (Ehrenwerter Vater), “Tam Boon” (Erwerb von (Karma-)Verdiensten) ließen mich auf eine Ankündigung des Almosengangs schließen. Es folgten, so vermutete ich weiter, Zitate und Ratschläge für den Tag.Nach einigen weiteren Minuten Wartezeit, während der wir dem Dorfsprecher aus dem knarrenden Lautsprecher lauschten, machte ich den Abt des Klosters in Begleitung zweier seiner Hunde in der Ferne aus. Die Mönche begannen ihre mitgebrachten Bettelschalen für den mit Ankunft des Abts beginnenden Almosengang vorzubereiten. Hierzu wurde der obere, mit einer Schlaufe verzwirbelte Knoten der Tragetasche gelöst, der die Schale transportfähig macht und den Deckel an seinem vorgesehenem Platz hält. Dies geschieht während die Schale lediglich mit einem Tragegurt auf der Schulter balanciert wird. Wurde die Schale nach der letzten Reinigung nicht richtig eingepackt und festgeschnürt, verlagert sich mit dem Öffnen der Hülle der Schwerpunkt und der wichtigste Besitz des Mönchs tritt Newtons Beweis an, wie ich wenige Tage später schmerzlich erfahren durfte.
Als sich der Abt auf unserer Höhe befand, wurde ihm im Vorbeigehen seine vorbereitete Schale durch den zuständigen Mönch gereicht, die er gekonnt und ohne Unterbrechung seines Laufs anlegte. Mit jeweils einem Meter Abstand folgten ihm die Mönche in aufsteigender Hierarchie. Ich beschloss den doppelten Abstand einzuhalten und mich ebenfalls mit auf den Weg zu machen. Der Blick der hintereinander laufenden Mönche fiel geradeaus auf den Boden. Niemand sah sich während des Almosengangs um oder blickte weiter als ein paar Meter in die Ferne. Nichts, so lernte ich später, durfte einen suchenden oder bettelnden Eindruck hinterlassen. Das umfangreiche Regelwerk (Pætimokkha) der Mönche gibt vor keine direkten oder indirekten Aufforderungen nach Bedarfsgegenständen (mit Ausnahme von Wasser und Medizin) zu vermitteln. Um keine Last- und Drucksituationen für die Bevölkerung zu schaffen, wird nie konkret nach etwas verlangt. Auch evtl. falsch interpretierbare Blicke gilt es so zu vermeiden. Aus den Augenwinkeln zur Kenntnis genommene Mitmenschen, die am Straßenrand knien und Lebensmittel mit beiden Händen auf Kopfhöhe hielten, waren das scheinbar normierte Signal für eine vorhandene Spendebereitschaft. Die Spender wurden mit einem weiterhin auf dem Boden verweilendem Blick angesteuert, der Deckel der Schale angehoben, um mit ausreichendem Abstand (insbesondere bei weiblichen Spendern) die Gabe entgegen zu nehmen. So landeten handtellergroße Klebreisstücke aber auch Obst, Eier, Gemüse und in Plastiktüten abgepackte, frisch zubereitete Speisen in den Schalen der Mönche. Spenden dürfen von den Mönchen weder abgelehnt noch kommentiert werden. Mit weiter auf dem Boden verweilendem Blick wird der Deckel geschlossen und der weitere Weg bestritten.
Ich spürte die lächelnden aber auch musternden Blicke einiger Bewohner, die sich teils lautstark jedoch respektvoll über mich und meine am Vortag erhaltene Frisur freuten und, so vermutete ich, Nachbarn auf mich aufmerksam machten. “Farang Nak“- “ausländischer Mönchsanwärter“, hallte so oftmals durch das Dorf. Es kam nicht selten vor das mir Dorfbewohner ihren mitgebrachten Regenschirm überlassen wollten. Ich winkte dankend, aber sehr berührt ab und versuchte den Anschluss an meine Anführer nicht zu verlieren. Unser Weg führte bis an das andere Ende des Dorfes vorbei an weiteren Holzhütten und vor ihnen im Regen wartenden Spendern. Entgegenkommende Lastwagen und ganze Wasserbüffelherden warteten entweder am Straßenrand auf unser Passieren oder versuchten möglichst wenig unsere Routen zu kreuzen. Der hohe Respekt vor den Mönchen war allgegenwertig. Mit der letzten entgegen genommenen Spende machten wir uns schweigend auf den Rückweg zum Kloster. Ich nutzte die Wegstrecke zur Aufbereitung des soeben erlebten und dachte über die Stellung der Mönche und die allgemein sehr hohe Spendebereitschaft der armen Dorfbevölkerung nach. In wenigen Stunden würde ich diesen Gang ebenfalls antreten dürfen.
Links:
Theravada Buddhismus bei Wikipedia
Buddhistische Ordensregeln (Theravada) bei Wikipedia
Ebooks:
Venerable Dhamma Sami – The manual of the bhikkhu bei dhammadana.org
Da mich der Funktionsumfang des DLNA fähigen Streamingservers meines Netzwerkspeichers nie sonderlich begeisterte und dieser immer dann, wenn ich auf seine Dienste zugreifen wollte, einen Neustart (samt stundenlangem einlesen der Datenbank) benötigte, machte ich mich auf die Suche nach zuverlässigen und kostengünstigen Alternativen. Ein neues NAS mit besserem Streamingserver wollte ich mir nicht zulegen, da das derzeit im Einsatz befindliche Gerät hoffentlich noch ein paar Jahre durchhalten wird. Ein stromhungriger Server kommt mir auch nicht mehr in den Keller, da ich nach dem Abbau dieses Feldversuches recht froh über die erholte Stromrechnung bin. Also muss eine Alternative her, an die ich jedoch einige Anforderungen bei meiner Auswahl stellte.
Die Ziellösung sollte stromsparend, zuverlässig und möglichst lautlos diverse Medien auf unterschiedlichen Ablageorten im (Heim-)Netz mittels SMB/NFS Protokollen zur Verfügung stellen und DLNA kompatible Abnehmer (Xbox 360, Blu-ray Player, Android und iOS Geräte) unterbrechungsfrei bedienen können. Ich sah mir diverse ThinClient, Barebone und MediaPC-Lösungen an, die alle aus preislichen Gründen ausschieden. 200€ aufwärts wollte ich dann doch nicht für den Komfort der “private multimedia cloud” ausgeben. Ich erinnerte mich an Ciscos NSLU2 Diskless NAS System, dass sich mit entsprechender Custom-Firmware ebenfalls in einen kleinen aber feinen Server verwandeln lies. Genau so eine Lösung musste her, bevorzugt mit HDMI & TOS Anschlüssen, um das Gerät zusätzlich sinnvoll als Abspielstation nutzen zu können. Zuguterletzt sollte der Einbau von LEDs möglichst spartanisch gehalten sein, da mich nichts mehr nervt als dauerblinken im, auf, unter oder hinter dem Schrank – Ein Zustand, den ich bei Neugeräten immer häufiger berücksichtige, da sich meine Vorräte an schwarzem Klebeband langsam ihrem Ende neigen
So stieß ich auf die “WD TV Live“ Box aus dem Hause Western Digital, die sich nun schon seit einigen Jahren sehr gut auf dem Markt etabliert hat und eine große, sehr aktive Community erfreut. Bereits mit der Standard-Firmware wird einiges an Funktionalität in Sachen Mediaplayback am Fernseher/Beamer für unter 80€ Anschaffungspreis geboten. Neben der Wiedergabe/Anzeige von Photos, Videos oder Musikstücken bietet der kleine Wunderkasten “out-of-the-box” Zugriff auf diverse Internetmedien wie Flickr, TuneIn-Radio, Live365 und YouTube und ist in der Lage per USB angeschlossene Speichermedien mit dem Netzwerk zu teilen.
Wer sich wie ich hiermit nicht zufrieden gibt und die eigene Hardware um ein paar extra Funktionen erweitern möchte, kommt um die sehr ausgereifte Custom-Firmware WDLXTV nicht herum und genau die versprach alle meine Anforderungen (und mehr) abzudecken.
Die WDLXTV Custom Firmware ermöglicht derzeit:
Da Installation und Konfiguration des neuen Spielzeugs vergangenes Wochenende erfolgreich abgeschlossen wurden, möchte ich das nachfolgende kleine HowTo an dieser Stelle veröffentlichen, um dem ein oder anderen einige Stunden Sucharbeit auf dem Weg zu einer ähnlichen Konfiguration zu ersparen. Informationsquellen, die mir bei der Einrichtung geholfen haben, versuche ich weitestgehend zu verlinken.
[HowTo] Custom Firmware WDLXTV auf WD TV Live installieren und konfigurieren
Anforderungen:
Vorbereitung:
Installation:
Nachbereitung:
MiniDLNA Medienserver installieren und konfigurieren:
Ich hoffe, dass einige unter Euch diesen Beitrag als hilfreich empfunden haben oder etwas Anregung für ähnliche Projekte mit der WD TV Live Hardware aus diesem ziehen konnten. Da dank WDLXTV Firmware viele weitere Optionen möglich sind, könnten weitere Artikel bei Interesse folgen. Ich freue mich dank der Custom-Firmware nun über einen zuverlässigen und sparsamen Medienserver, der mir zeitgleich auch als Abspielgerät dient. Doch wo Licht, da auch Schatten:
Leider ist der MiniDLNA Server (zumindest in der für die Box vorliegenden Version) nicht der schnellste beim Identifizieren von Änderungen in den angegebenen Bibliotheken. Diese Schwäche kann jedoch über einen regelmäßigen Restart des Dienstes per Hand oder einem entsprechend zu konfigurierenden CronJob optimiert werden. Wer mehr Komfort und Einstellmöglichkeiten wünscht und/oder täglich mehrfach Änderungen an seinen Medien vornimmt, hat mit Mediatomb und Twonkymedia Server zwei bewährte Alternativen, die ebenfalls auf der WD TV Live Box installiert werden können.
Tipp: Wer sich die oftmals unbequemen und teilweise recht langen Navigationspfade mit der Fernbedienung (insbesondere durch umfangreiche Mediensammlungen) ersparen möchte und über ein iOS oder Android Device verfügt, dem sei an dieser Stelle 8Player (iPad, iPhone und iPod Touch) oder iMediaShare (Android) empfohlen. Beide Versionen glänzen über ein gutes Interface, welches eine schnelle Navigation durch die im Netzwerk gefunden Mediaserver erlaubt. Dateien können entweder lokal abgespielt oder per Knopfdruck an ein anderes DLNA fähiges Gerät im Netz zum Abspielen vermittelt werden – So macht Multimedia Spaß!
Weiterführende Links:
Link: WDLXTV Wiki Quickstart Guide
Link: WDLXTV Wiki
Link: WDLXTV Forum
Link: WDLXTV Firmware auf der Seite von B-Rad
Link: WD TV Live bei Amazon (Affiliate Link)
Heute, auf den Tag genau vor einem Monat, legte ich mehrere tausend Kilometer von meiner Heimat entfernt nach einem 2,5 wöchigen Retreat meine safranfarbene Mönchsrobe im “Wat Pa Haew Hai” im Nordosten Thailands (Si That) ab. Nachdem ich nun langsam wieder im Alltag angekommen bin und die zahlreichen, gewonnen Eindrücke verarbeitet habe, möchte ich Euch in den nachfolgenden Zeilen von meinen Erlebnissen während meines Tempelaufenthaltes berichten.
Nach einer wunderschönen ersten Urlaubswoche in Chiang Mai, machten wir uns am Morgen des 1. August auf den Weg in Richtung Flughafen, um den Rückflug nach Udon Thani über Bangkok anzutreten. Während wir die vergangen Tage dank des sonnigen Wetters so richtig genießen konnten, half uns das Klima am Tag des Abschieds. Heftiger Regen umspülte die Straßen und sorgte innerhalb weniger Stunden für knöchelhoch bedeckte Straßen und überquellende Kanäle. Während der Regenzeit nicht wirklich verwunderlich, jedoch stimmte das Wetter die Woche zuvor und ermöglichte uns viele tolle Ausflüge und einige Stunden am Hotelpool.
Fast schon fluchtartig am Flughafen angekommen, fiel mir nach dem Check-In am Gateway ein gesonderter Wartebereich für Mönche und Novizen ins Auge, der mich erstmals seit meiner Ankunft intensiv an die vor mir liegenden Wochen meines geplanten Retreats denken ließ. Obwohl ich mich nur wenige Stunden von einem drastischen Lebenswechsel entfernt befand, flößte mir der Gedanke an mein Vorhaben weiterhin keine Angst ein. Ich dachte nicht an die mir bevorstehenden, zahlreichen Entbehrungen, aufkommende Gedanken und aus Ihnen entstehende Gefühle, sondern setzte mich gedanklich mit der entdeckten „Buddha Lounge“ am Gate auseinander. Einrichtung und Positionierung des spartanisch-traditionell, jedoch bequem aussehenden Bereiches, erinnerten mich an das umfangreiche “Regelwerk” (Pætimokkha) und die Stellung der buddhistischen Gemeinschaft (Sangha) im Land und gaben mir so ein beruhigendes Gefühl anerkannt, akzeptiert und ausreichend versorgt zu werden.
In Udon Thani angekommen, nahm ich auf der Verladefläche eines Pickups Platz, der mich vorbei an vielen Reisfeldern und Obstplantagen in den knapp 100 Kilometer weit entfernten Tempel „Wat Pa Haew Hai“ brachte. Ich genoss die Aussicht und den kühlenden Fahrtwind und freute mich auf die bevorstehende Veränderung. Auf etwa halber Strecke legten wir einen Zwischenstopp in der kleinen Stadt Kumphawapi ein, deren Stadtzentrum von Affen bewohnt wird. Der Anblick der überall herumstreunenden Tiere, verschaffte mir so kurz vorm Ziel dankbare Ablenkung. Während die mitgereiste Familie ein paar Mitbringsel für den Tempel auf dem Markt einkaufte, begab ich mich in eine Seven-Eleven Filiale, um mir eine letzte selbsterworbene Mahlzeit zu gönnen.
Wohlwissend, während der nächsten Wochen nur einmal am Tag Almosen essen zu können, überdachte ich meinen Einkauf gut. Meine Wahl fiel auf einen großen Becher stark gesüßten Eiskaffee, eine Tüte scharfer Chips und ein Thunfischsandwich aus der Convenience-Food Abteilung der Kette. Zufrieden mit meiner Wahl, verzehrte ich den Einkauf während der letzten Kilometer der Fahrtstrecke. Wie ein Raucher, der den Entschluss des Aufhörens für sich gefasst hat, und gedanklich beim Konsum seiner letzten Zigarette Abschied von seinem Laster nimmt, genoss ich meine Mahlzeit. Jeder einzelne Bissen verwandelte so die eigentlich doch sehr einfache Mahlzeit in ein Festmahl. So aß ich das wohl beste Thunfischsandwich meines bisherigen Lebens und führte unbewusst meine erste Handlung der buddhistischen Lehre (Dhamma) aus: Achtsamkeit.
Die Achtsamkeit hielt nicht lange an, denn mit dem Betreten der von dichtem Dschungel umgebenen Zufahrtsstraße des Tempelgeländes, setze langsam innerliche Unruhe in mir ein. Wie in Trance stieg ich von der Verladefläche des parkenden Pickups und machte mich samt Anhang auf den Weg den Abt, Phra Ajahn Tawon, zu begrüßen und um Aufnahme zu bitten. Nachdem ich ihm durch eine dreifache Verbeugung (Wai) meinen Respekt erwiesen hatte, erhielt ich eine Hose und ein Hemd aus weißem Leinen, die typische Kleidung eines angehenden Mönchs oder Novizen (Nak), und wurde gebeten mich umzuziehen.
Ich legte hinter seiner Hütte, geschützt vor den Blicken der mitgereisten, die Nak „Uniform“ an und übergab meinen mitgebrachten Besitz mit Ausnahme einiger weniger Bücher, die ich in einem Tempel (Wat Pa Aranyawiwake) in Chiang Mai zur Vorbereitung auf meinen Tempelaufenthalt erhalten hatte, meiner Familie. Von diesem Moment an besaß ich keinen Ausweis, kein Geld und kein Smartphone mehr. Ein Umstand, der mir wahrhaftig vor Augen führte als Teil des Tempels im Tempel angekommen zu sein.
Nach übersetzter Aufforderung nahm ich, noch immer gefangen in Trance, auf einer kleinen Holzbank platz, entledigte mich meines eben angelegten Hemdes und feuchtete meine Haare mit aus einem Plastikeimer geschöpftem Wasser an, formte meine Hände zu einer Lotusblüte und senkte meinen Kopf, um das Haarschneideritual beginnen zu lassen. Mit jedem Zug des Rasiermessers nahm meine geistige Abwesenheit immer mehr ab. Ich war mir in meinem Vorhaben sicher und genoss die Zeremonie. So erinnerte ich mich an das noch vor wenigen Stunden achtsam verzehrte Sandwich, und zog Parallelen zur jetzigen Situation. In meinen Gedanken verabschiedete ich mich von meiner Familie und ließ mich immer mehr das Geschehen ein.
Den ungewohnt kühlen Luftzug an meinem Kopf spürend, wusch ich die noch an meinem Körper verbliebenen, abrasierten Haare ab, nickte meiner Familie mit einem letzten Blick zu und folgte einem Mönch, der bei der Zeremonie half, zu meinen neuen Ordenskollegen, während die Familie in der Hütte des Abts verblieb. Ich wurde zur überdachten Medizinhalle, dem Aufenthaltsort der Mönche während des Nachmittags, geführt und stellte mich mit meinen rudimentären Thaikenntnissen den dort wartenden 8 Mönchen vor, bevor ich neben den in der Halle brodelnden zwei Kesseln, in denen die berühmte Medizin des Tempels auf zwei gemauerten Offen gekocht wird, schweigend Platz nahm.
Einer der anwesenden Mönche brach das Schweigen und begrüßte mich lächelnd mit den Worten: „Welcome to Wat Pa Haew Hai, we have zero stars and only breakfast“. Erleichtert, ein paar englische Wörter zu hören, legte sich meine innerliche Aufgeregtheit ein kleines Stück weit. Ich erhielt eine Flasche Wasser und eine Tasse heiße Medizin aus einem der brodelnden Kessel und verbrachte die nächsten Minuten mit dem Versuch trotz der vorherrschenden sprachlichen Barrieren auf beiden Seiten etwas Konversation zu betreiben. Es sollte sich herausstellen, dass der eben gehörte englische Satz scheinbar vorbereitend einstudiert wurde und keiner der Mönche über für Konversation ausreichende Englischkenntnisse verfügte. Glücklicherweise traf nach einer halben Stunde Kommunikation mit Händen, Füssen und vereinzelten Thaivokabeln der Abt mit einem jungen Mann in der Medizinhalle ein, der sich mir als ehemaliger Mönch des Klosters in einem sehr guten Englisch vorstellte.
Ghob, erklärte mir den grundsätzlichen Tagesablauf des Klosters und half mir bei der erneuten Vorstellung. Nachdem ich dem Abt und meinen Mönchskollegen meine Absichten des Aufenthalts mittels des Dolmetschers erklärt hatte, stellte ich mich den zahlreichen Fragen der Mönche, während Ghob für mich wichtige Pali-Chants in einem mitgebrachten Buch markierte und um weitere Verse ergänzte. Nach reichlich, durch den freundlichen Volontär ermöglichter, Konversation erhielt ich mein aus zwei Roben, einer Waschrobe, einer Wanderrobe, einem Handtuch, einer Zahnbürste, Zahnpasta, Seife und einer kleinen LED-Taschenlampe bestehendes Mönch „Starterset“ und machte mich mit einem Mönch und Ghob auf den Weg zu meiner Hütte, um dort meine Sachen abzulegen und mein Nachtquartier vorzubereiten. An meiner Hütte angekommen, sah ich mich mit einem flüchtigen Blick um, legte meine Hab und Gut auf das einzige Möbelstück des Zimmers, einem kleinen Tisch mit goldener Buddhastatue, und folgte meinen Wegweisern zurück zur Medizinhalle, in der ich vom Abt Anweisungen für die erste Nacht in meinem neuen Domizil erhielt.
In den folgenden Minuten wurde mir die achtsame Atmung (Ānāpānasati) erklärt. Ich erhielt den Ratschlag mich im späteren Verlauf des Abends in meiner Hütte auf meine Atmung zu konzentrieren und diesen mit dem Wort „Bud-dho“ (Put-tho) in Gedanken zu verfolgen. Ich lernte, auf dem Höhepunkt des Einatmens leise in Gedanken „Bud“ (Put), gefolgt von einem „-dho“ (tho) beim Ausatmen zu sagen. Atmete ich anfänglich noch zwanghaft, so ging die Methode nach wenigen Minuten der Übung in einen normalen Rhythmus über. Ich verstand, dass ich meinen Atem nicht kontrollieren, sondern ihn beobachten und durch die im Geiste zu wiederholenden Silben begleiten sollte. Im nächsten Schritt lernte ich zusätzlich die tiefsten Punkte beider Atmungen zu beobachten. Hierfür wurde ich angewiesen bei der Einatmung auf das Gefühl an der Nasenspitze und beim Ausatmen auf das Gefühl meines Atems an der Oberlippe zu achten, während ich die Begleitsilben in Gedanken wiederholte.
1. Einatmen, den Atemhöhepunkt an der Nasenspitze spüren und in Gedanken „Bud-„ sagen.
2. Ausatmen, den Atemhöhepunkt an der Oberlippe spüren und in Gedanken „-dho“ sagen.
3. Schritte 1 und 2 wiederholen und beobachten wie der Atem immer flacher und ruhiger wird.
Ich erhielt die Anweisung die soeben erlernte Atemmeditation, die normalerweise im Lotussitz durchgeführt wird, so lange aus der Seitenlage heraus zu wiederholen bis ich einschlafe. Nach Abschluss der Einführung in die Atemmeditation wurde mir vom Abt aufgetragen diverse Pali-Chants, die ich am nächsten Tag benötigen würde, nach der Abendandacht zu lernen. Zur Unterstützung wurde mir für diese Aufgabe ein Mönchskollege zugewiesen.
Mit meiner kleinen Taschenlampe und meinem Andachtsbuch bewaffnet, folgte ich den anderen Mönchen durch einen Trampelpfad in Richtung Sala. Schnell lernte ich warum ich die Taschenlampe erhalten hatte. Die kleinen Pfade abseits der Hauptgebäude waren nicht beleuchtet und hatten alle paar Meter einiges an Dschungelbewohnern zu bieten. Auf den wenigen Hundert Metern sah ich so Frösche, Schnecken, diverse Ameisenstraßen (die einige Minuten zuvor noch nicht dagewesen waren) und nicht sehr freundlich aussehende Hundertfüssler mit dem Umfang einer Zigarre. Ich begriff schnell, dass ein konzentrierter, achtsamer Gang in diesem Umfeld absolut (lebens-)notwendig ist. In Gedanken versunken hätte ich mit Sicherheit auf das ein oder andere Tier getreten und mir im schlimmsten Fall einen giftigen Stich oder Biss von einem der zahlreichen Dschungelbewohnern eingehandelt.
Ich wohnte der Abendandacht in der auf vier Säulen und zu drei Seiten offenen Sala bei und versuchte den Chants so gut wie möglich mit meinem Andachtsbuch, welches ich vor dem Reiseantritt im Internet gefunden hatte, mitzuhalten. Da Thais diverse Buchstaben und Silben anders aussprechen, hatte ich oftmals viel Mühe die richtigen Textzeilen zu finden, war aber froh über das Buch und die in ihm enthaltene Übersetzung. Nach der Andacht machte ich mich, um diverse Mückenstiche reicher, mit dem mir zugewiesenem Mönch auf den Weg in die beleuchtete Medizinhalle, um die Rezitationen für den morgigen Tag zu lernen. Auch hier stolperte ich wieder über die für mich ungewohnte Aussprache, was mich dazu veranlasste meinen Mönchskollegen die Sätze langsam sprechen zu lassen und diese in Lautschrift zusätzlich festzuhalten. Mit dieser Methode waren die diversen Verse schnell gelernt. Wir beschlossen das Training zu beenden und uns in unsere Hütten zu begeben. Ich verabschiedete mich und versuchte mit der mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen, aus Gestiken und vereinzelten Thaivokabeln bestehenden Sprache, darum zu bitten am nächsten Morgen geweckt zu werden.
Müde und hungrig machte ich mich auf den Weg in meine Hütte, begutachtete mit meiner kleinen Taschenlampe die diversen Spinnenweben und versuchte die dazugehörigen Bewohner ausfindig zu machen. Da das Licht für die Suche nicht ausreichte, legte ich mich auf die kleine Bambusmatte, die ich am Nachmittag ausgerollt hatte und versuchte den Anweisung des Abts, meinen Atem zu beobachten, Folge zu leisten. Meine Übung wurde immer wieder von auftauchenden Gedanken oder Geräuschen aus dem Dschungel unterbrochen. „Was war das?“, „Kann ich hier schlafen?“, „Was krabbelt alles über bzw. in mich während ich schlafe?“, „Wo gehe ich hin wenn mir etwas passiert, wen rufe ich zu Hilfe?“, „Ich hätte mir noch die Toilette zeigen lassen sollen“, „Ob es hier viele Schlangen und Skorpione gibt?“, „Sind diese vielen Hundertfüssler eigentlich lebensgefährlich?“, “…”.
Ich kam einfach nicht zur Ruhe und machte mich zunehmends mit meinen Gedanken selber verrückt, so dass ich schlussendlich aufgab meinen Atem zu beobachten, da ich immer wieder neue Anlässe für beunruhigende Gedanken erfand. Als schließlich der heftige Monsunregen auf das Wellblechdach meiner Hütte niederprasselte, stand ich dem Nervenzusammenbruch nahe. Ich benahm mich wie ein kleines Kind, daß sich auf dem Weg in den dunklen Keller mit seinen Gedanken selbst ängstigt. Ich sammelte mich. Redete mir ein jetzt keine Chance zu haben von meinem Vorhaben zurückzutreten und versuchte mich wieder auf meinen Atem zu konzentrieren. Auftretende Gedanken hämmerte ich förmlich durch ein immer lauteres “Buddho” in meinem Kopf zurück. Bereits nach wenigen Minuten ernsthafter Versuche merkte ich, dass die mir vermittelte Technik durchaus effektiv ist. Desto länger und gewissenhafter ich mich auf meine Atmung konzentrierte, umso wenige brach mein Geist mit all den unbeantworteten Fragen aus und umso ruhiger wurde ich. Ich akzeptierte meine Situation und wiederholte die Übung bis ich irgendwann einschlief.
Da ich es nicht gewohnt war auf einer harten Oberfläche ohne Matratze, Decke und Kopfkissen zu schlafen, dauerte der Schlaf nicht lange an. Ich wachte mehrfach in dieser Nacht mit einem schmerzenden Hüftknochen auf, wechselte die Seite und wiederholte die Atemübung bis ich erneut einschlief, bis zu dem Zeitpunkt an dem es an meiner Tür klopfte. Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und begrüßte den Mönchskollegen, der meine Bitte vom Vorabend scheinbar verstanden hatte.
Mit Zahnbürste, Zahnpasta und meinem Handtuch bewaffnet, lief ich zum Wasserbehälter vor meiner Hütte. Ich fasste mir ins „Haar“ und stellte fest, dass ich dieses ja am Vortag verloren hatte und erfreute mich an dem ungewohnten Gefühl auf meinem Kopf. In der noch dunkelblauen Umgebung versuchte ich über den Wasserbehälter gebeugt mein Aussehen auf der Wasseroberfläche zu erkennen, gab aber nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen auf und begann mir die Zähne zu putzen. Wach vom kalten Wasser, folgte ich dem Mönch zur Andachtshalle. Ich nutzte den Weg, um über meine erste Nacht im Tempel nachzudenken und erkannte nach den harten, aber sehr lehrreichen Stunden, das alle Gefühle in mir selbst entstehen und ich diese mit der mir vermittelten Technik kontrollieren bzw. unterdrücken kann.
Glücklich und ein wenig stolz auf mich selber, beobachtete ich meine Kollegen bei der Vorbereitung des Almosengangs. Ich versuchte möglichst viel mit den Augen zu lernen, um dies schon in Kürze, sobald ich die Erlaubnis hatte meine Robe anzulegen, zu wiederholen.
Tagesablauf:
05:00 Rise and Shine
05:30 Vorbereitung des Almosengangs
06:00 Almosengang
08:00 Fegen des Tempelgeländes/Arbeiten
09:00 Treffen in der Versammlungshalle/Morgenandacht
09:30 Danksagung/Essen
10:30 Studium
13:00 Treffen in der Medizinhalle
15:00 Arbeiten
18:00 Waschzeit
19:00 Waschen des Abts
20:00 Abendandacht
21:00 Dharmavortrag oder Sitzmeditation
23:00 Geh- und/oder Sitzmeditation
Bücher:
A Practising Guide to Peace (PDF) vom ehrenwerten Phra Ahjan Plien Panyapatipo (Englisch)
Ein Leben innerer Werte (PDF) vom ehrenwerten Luang Ta Maha Boowa (Deutsch)
Forest Dhamma (PDF) vom ehrenwerten Luang Ta Maha Boowa (Englisch)
Links:
Dhammatalks.net
Theravada-Dhamma.org (mit besonderer Empfehlung der MP3 Dhamma-Talks von Bikkhu Martin)
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